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KfW-Effizienzhaus 40 Plus: Wie Bauherren mit Stromspeichern profitieren

2016-07-15 ⋅ Tobias Rothacher

Seit 1. April 2016 gibt es den neuen Standard. Enerkeep spricht mit Immobilienexperte Christoph Störkle über die Details.

Herr Störkle, was ist dieser neue Standard und was bringt er?

Das KfW-Effizienzhaus 40 Plus ist neu seit diesem Jahr. Ein solches Haus erzeugt selbst Energie, speichert sie über eine Solarbatterie und deckt auch den verbleibenden Energiebedarf größtenteils selbst (Stromerzeugung mit Photovoltaik-Anlage, einer kleinen Windkraftanlage oder einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage).

Wie hoch ist die Förderung und wie wird sie ausbezahlt?

Für Energiespeicher gibt es verschiedene Förderungen:

  1. KfW „Energieeffizient Bauen (Nr. 153)“
    Über das KfW-Programm „Energieeffizient Bauen (Nr. 153)“ können Bauherren einen sehr günstigen Kredit über 100.000€ pro Wohneinheit erhalten. Mit Einliegerwohnung beispielsweise auch 200.000€. Je nach Zinsbindung liegt der Effektivzins derzeit bei 0,75-1,51%. Deutlich günstiger als ein reguläres Bankdarlehen! Des Weiteren gibt es je nach KfW-Effizienzhaus einen Tilgungszuschuss: Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 liegt der Tilgungszuschuss bei 5%, 10% bei einem KfW-Effizienzhaus 40 und bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus sogar 15%. Sprich: Entscheidet man sich für ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus mit PV+Speicher, erhält man 15.000€ vom Staat geschenkt! Nach Fertigstellung des Objekts wird dann der Zuschuss ausgezahlt.
  2. KfW „Erneuerbare Energien (Nr. 270 / 274) / Speicher (Nr. 275)“
    Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher können zusätzlich bei der KfW gefördert werden (KfW-Programm „Erneuerbare Energien (Nr. 270 / 274) / Speicher (Nr. 275)“). Programm 275 wurde im März 2016 neu aufgelegt und soll bis Ende 2018 laufen. Bis dahin sinken allerdings die Tilgungszuschüsse. Schnell sein lohnt sich also. Da die KfW bei diesem Programm allerdings eine sehr geringe bereitstellungsfreie Zeit (1 Monat) hat, sollte die Antragstellung und das Installationsdatum nicht zu weit auseinander liegen. Daher wird dieser KfW-Antrag in den meisten Fällen im Laufe der Bauzeit gestellt. Da die KfW Kredite in der Regel nicht direkt vergibt, müssen diese über andere Banken beantragt werden (eine „Durchleitbank“, z.B. die Hausbank oder Sparkasse).
  3. Förderungen der Bundesländer
    Auch die Bundesländer unterstützen Bauherren. Diese sind allerdings in jedem Bundesland individuell. Beispielsweise gibt es in Baden-Württemberg als Alternative zum KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ das „Energieeffizienzfinanzierung Bauen“ von der L-Bank. An sich genau gleich. Aber der Tilgungszuschuss ist um 1% besser. Also nochmals 1000€ extra für den Bauherren!
  4. Sonstige Förderungen
    Manche Kommunen und Stadtwerke unterstützen ebenfalls den Bau von Solaranlagen. Banken vergeben teilweise spezielle Kredite für Solarstromanlagen.

Lohnt sich die Förderung für alle Bauherren?

Die Installation einer Photovoltaikanlage muss vorher immer individuell abgewogen werden. Am finanziell attraktivsten ist der Eigenverbrauch. Ob nun Strom oder als Wärme. Die meisten Hauseigentümer kommen aber selten über einen Stromeigenverbrauch von 20-30% hinaus. Mit Speicher- und Energiemanagement-Systemen kann der Eigenverbrauch aber weiter optimiert werden (bis zu 70-80%). So ist man deutlich unabhängiger von Strompreiserhöhungen. Amortisationszeiten von 10 Jahren sind teilweise durchaus möglich!

Bauherren sollten vorher auf folgendes achten:

  1. Ausrichtung der Solaranlage
    Die Solaranlage ist optimalerweise nach Süden ausgerichtet. Südost- oder Südwestausrichtung ist oft auch noch möglich. Allerdings mit Ertragseinbußen von bis zu 10%. Andere Ausrichtungen reduzieren den Ertrag meist so massiv, dass sich die Solaranlage nicht mehr rentiert.
  2. Neigung
    Eine gute Neigung der Module / Kollektoren liegt bei 30-35 Grad (Gut sind z.B. Giebelwände. Im Norden Deutschlands etwas steiler, im Süden etwas flacher.). Generell geeignet sind auch noch Neigungen von 20-50 Grad. Allerdings mit Ertragseinbußen von bis zu 10%.
    Eine Solaranlage muss allerdings nicht immer auf das Dach. Manchmal kann auch eine Montage an der Fassade, Garagen, Carports oder über Wintergärten und Terrassen sinnvoll sein.
  3. Verschattungen von Solaranlagen
    Verschattungen wie andere Gebäude, Bäume, Dachaufbauten (Kamin oder Gauben), … können die Erträge massiv vermindern. Sind größere Verschattung nicht zu verhindern, ist das gesamte Projekt kritisch zu hinterfragen.
  4. Größe der Solaranlage
    Damit sich die Investition lohnt, sollt eine Mindestgröße an Solarzellen /-kollektoren verbaut werden. Diese bemisst sich an dem gewünschtem Ertrag.
  5. Qualität von Solaranlagen
    Qualität zahlt sich oftmals aus. Egal ob in der Planung, Geräteauswahl oder Montage. Wichtig sind auch die Produkt- und Leistungsgarantien der Hersteller.
  6. Angebotsprüfung
    Hat man ein interessantes / individuelles Angebot, sollte dieses von einem unabhängigem Experten (Umweltverbände, Solarvereine, Energieberatung), regionalen Solarinitiativen bzw. von der Verbrauchzentrale geprüft werden. Dabei stellt sich die Frage ob sich eine Solaranlage langfristig wirklich lohnt. Sind noch Rabatte beim Installateur möglich? Gibt es Referenzanlagen? Installateure sind im Frühling oft nicht ausgelastet. Ein guter Zeitpunkt um sich verschiedene Angebote einzuholen. Mindestens drei verschiedene Angebote sollten verglichen werden.

Wie sehen die weiteren Förderbedingungen aus?

In der Regel müssen Anträge vor Baubeginn eingereicht werden. Außerdem muss das Gesamtprojekt von einem zertifizierten Energieberater abgenommen werden. Es gilt: Je geringer der Energiebedarf, desto höher die Förderungen. Bei einem integrierten Batteriespeicher sind die Förderungen am höchsten.

Gibt es spezielle Anforderungen an den Speicher?

Der Stromspeicher muss gemäß Herstellerangabe mindestens eine nutzbare Speicherkapazität aufweisen, die der Leistung der stromerzeugenden Anlage (z. B. Peakleistung Ppk der Photovoltaikanlage) multipliziert mit einer Stunde entspricht. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei die Leistung, die zur Sicherstellung des geforderten Mindestertrags der stromerzeugenden Anlage für das Effizienzhaus 40 Plus erforderlich ist. Bei netzeinspeisenden, stromerzeugenden Anlagen muss diese und der Speicher über eine geeignete und offen gelegte Schnittstelle zur Fernparametrierung und Fernsteuerung verfügen. Die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme ist durch eine geeignete Fachkraft zu bestätigen und ein Nachweis darüber vorzulegen (Fachunternehmererklärung). Alternativ kann die Bestätigung durch die geeignete Fachkraft auf Basis des Photovoltaik-Speicherpasses ("Speicherpass") erfolgen.

Herr Störkle, mit welchen Anliegen können sich Bauherren an Sie wenden?

Unsere Internetseite immobilien-einblick.de ist eine unabhängige Verbraucherinformationsseite. Ziel ist es, möglichst viele Fragen rund um Immobilien zu beantworten. Ob nun Neubau, der Kauf / Verkauf einer Bestandsimmobilie, Immobilienfinanzierung, Mieten und Vermieten oder auch exotische Themen wie barrierefreies Wohnen & Bauen, Versteigerung, Brandschutz, Einrichtung, die indirekte Investition in Immobilien und vieles mehr. Bei speziellen Fragen kann man uns gerne auch direkt kontaktieren.

Herr Störkle, wir danken Ihnen für das Gespräch!

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