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Automobilhersteller & Heimspeicher — Was uns Tesla, Daimler und BMW über den Solarspeichermarkt sagen

2015-08-20 ⋅ Max Hildebrandt

der Autor, bei der Tesla Powerwall Solarbatterie, InterSolar 2015 MünchenDer Markt für Heim-Energiespeicher ist aktuell noch ein Nischenmarkt. Doch Wachstum und Potential sind gigantisch. Es ist genau dieser Übergang, vom Nischenmarkt zum Massenmarkt, der große Automobilkonzerne gerade jetzt in diesen Markt eintreten lässt.

Während der viel diskutierten Präsentation der “Powerwall” Ende April nannte Tesla CEO Elon Musk Deutschland als einen der wichtigsten Märkte für den Tesla-Speicher. Auch Daimler hat durch seine Batterietochter Deutsche Accumotive ein hohes Maß an Batteriekompetenz, wie auch Solarwatt durch die Kooperation mit BMW. Konsequenterweise haben die Konzerne jetzt eigene Heimspeicher auf den Markt gebracht.

Beim Blick auf die reinen Zahlen überrascht es kaum, dass das Interesse der Automobilhersteller sich zunehmend auf das Heimspeicher-Segment erstreckt. Schon heute wird etwa ein Viertel aller neuen privaten Solaranlagen mit Stromspeichern ausgeliefert und in den nächsten Jahren erwarten Experten einen rasanten Anstieg. Auch für Betreiber von bestehenden PV-Anlagen machen Solarakkus durchaus Sinn, besonders, wenn die PV-Anlage zwischen 2009 und 2012 installiert wurde. Für Anlagen, die in diesem Zeitraum installiert wurden bietet der Gesetzgeber nämlich — auch heute noch — einen speziellen Bonus auf selbst verbrauchten Strom, der zum Teil sogar höher ausfällt, sobald mehr als 30% Eigenverbrauch erreicht werden.

Bei neuen PV-Anlagen liegen die Gründe für die Anschaffung eines Stromspeichers meist in den hohen Strompreisen vom Versorger und den gesunkenen Einspeisevergütungen für Solarstrom. In Deutschland verkaufen Besitzer neuerer Solaranlagen ihren selbsterzeugten Strom mittags zu einem niedrigen Einspeisetarif und müssen ihn abends für einen mehr als doppelt so hohen Preis vom Versorger zurückkaufen. Ein weiterer Grund ist die bessere Ausnutzung der PV-Anlage: Da das Produktionsprofil der Anlage in der Regel nicht dem Lastprofil des Haushalts entspricht, werden nur ca. 30-40% des Energieverbrauchs abgedeckt. Mit einer Batterie lässt sich der Verbrauch von selbsterzeugtem Strom (Autarkiegrad) in der Regel auf 60-80% verdoppeln, je nach Größe der Batterie und Solaranlage.

Trotz dieser attraktiven Marktbedingungen für Hersteller, ist Tesla CEO Elon Musk der Meinung, dass es an einfachen, attraktiven und transparenten Angeboten für Endkunden noch fehle: “There is not one integrated place you can go and buy a battery that just works.” Auch wenn der Tesla-Chef während seiner Präsentation geschickt den Eindruck erweckt, ein völlig neues und revolutionäres Konzept vorzustellen, gibt es im deutschen Solarspeichermarkt bereits seit langem eine Vielzahl von Anbietern mit ähnlichen Produkten. Diese bestehen in der Regel aus einem Wechselrichter mit Batterieschnittstelle und einer getrennten Speichereinheit. Im Gegensatz dazu fehlt der Wechselrichter bei Tesla. Er kommt von ausgewählten Partnern, derzeit sind Fronius und SolarEdge bekannt. Von einer vollintegrierten Lösung kann also auch bei Tesla’s Powerwall (noch) keine Rede sein. Entsprechend zurückhaltend reagierten die über 30 etablierten deutschen Anbieter auf Tesla’s Ankündigung:

Der Geschäftsführer des deutschen Anbieters E3/DC bezeichnet den Power Wall als “Mogelpackung”, da wichtige Systemkomponenten fehlen. Auch der für sein innovatives Marketing bekannte Anbieter Sonnenbatterie bestätigt Tesla mit der Powerwall Präsentation eine “kommunikative Glanzleistung”. Selbst Tesla Partner Panasonic bezeichnet Musk’s Präsentation als “Marketing coup”.

Noch sind die genauen technischen Spezifikationen nicht bekannt. Angenommen man bräuchte für ein funktionierendes Gesamtsystem nur die Kosten eines modernen Hybrid-Wechselrichters hinzuzurechnen, läge man bei den Anschaffungskosten mehr als 30% unter dem aktuellen Marktpreis. Das wäre in der Tat eine kleine Revolution, relativiert sich jedoch mit Blick auf die Lebensdauer der Batterie: Mit einer angegebenen Nutzungsdauer von 10 Jahren liegt das Tesla-System dabei eher im unteren Mittelfeld. Die Nutzungsdauer ist wichtig, denn sie bestimmt maßgeblich die Betriebskosten über die Lebensdauer in Euro pro gespeicherter Kilowattstunde. Sollte das Tesla-System tatsächlich nur 10 Jahre halten, wären die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde entsprechend teuer und der Vorteil der niedrigen Anschaffungskosten würde sich relativieren.

Man darf gespannt sein, auf welche Lebensdauer die Systeme von Daimler und BMW ausgelegt sein werden — und auf die Preise. Die Ankündigung Tesla’s und vor allem die Reaktionen der Wettbewerber machen deutlich, wie unübersichtlich und komplex das Produkt Solarspeicher ist. Wichtig ist, die Vielzahl an Informationen richtig zu interpretieren und einzuordnen. Wer sich heute mit dem Thema beschäftigt muss sich in der Regel durch einen Dschungel an schwer vergleichbaren Informationen schlagen und sieht oft nur eine begrenzte Auswahl möglicher Produkte bei lokalen Installateuren, denn für jedes System ist ein produktspezifisches Training notwendig.

Deutlich machen die neuen Produktankündigungen aber auch die Dynamik und das Wachstumspotential des Heimspeichermarktes. Eine Entwicklung die wir bei enerkeep.com schon lange gespannt erwartet haben.

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